Nähen

Es gibt viele Arten des Nähens aber zeige hier nur die, die ich selber angewandt habe.
Das Einfachste ist es wohl eine Nähmschine zu benutzen. Wenn man eine Nähmaschine benutzt kann man viel Zeit sparen. Man sollte aber darauf achten, dass die Nähmaschine für die Arbeit geeignet ist.

Wer keine Nähmaschine zu verfügung hat oder einige Stellen mit ihr nicht zu erreichen sind, dann kann er von Hand nähen:

Zeltbahn annähen

Diese Methode eignet sich gut zum annähen von Zeltbahn an den Ghillie Anzug. Natürlich kann man sie auch für andere Zwecke genutzen.
Um die Bilder gut erkenntlich zu machen habe ich weisses Papier genäht.Du nimmst je nach dicke des zu nähenden Stoff entweder eine dickere oder eine dünnere Nadel. Den Faden nimmst du doppelt(Bild1) und am Ende machst du einen Knoten. Dann legst du die Stoffe aufeinander und knickst sie so, dass du alle zu nähenden Lagen durchstechen kannst(Bild2). Den ersten Stich sicherst du indem du die Nadel nach dem Stich zwischen den beiden Einzelfäden durchfädelst(Bild3). Dann nähst du so weiter, dass eine Art Streifenmuster entsteht(Bild4). Dass bei reissen des Fadens sich die Naht nicht so leicht wieder auflöst empfiehlt es sich, alle 10-20cm einen Stich nach hinten zu machen(Bild5). Nach diesem „Kreuzstich“ näht man dann ganz normal weiter(Bild6). Am Ende der Naht macht man ein paar Stiche auf der Stelle oder näht noch ein Stück wieder zurück.

*Auf Bilder klicken um Bilder in voller Größe zu sehen.

Netz annähen

Das Netz sollte man mit einem festen Garn, Nylonschnur, Angelschnur, ungewachste(!) Zahnseide oder einem anderen reissfestem Faden festnähen, da einiges an Gewicht an dem Netz hängen wird. Man muss aber nicht jeden oder jeden zweiten Knotenpunkt festnähen. Es reicht, wenn man das Netz so festnäht, dass es nicht viel Spiel hat und nicht zu viel rumschlappert. Ich gehe davon aus, dass es hierfür vielleicht auch eine verschiedenen Nähtechniken gibt, aber ich zeige hier nur die, die ich persönlich als die wohl beste bzw. einfachste empfinde.

Bei diesem Beispiel habe ich mit ungewachster(!) Zahnseide genäht. Ich habe 2 „Stiche“ gemacht und dann einen Kreuzknoten gemacht. Dadurch entsteht eine Art doppelter bzw. dreifacher Kreuzstich, der eine Menge aushällt. Als ich diesen Knoten fertig hatte, habe ich eine mit 6kg bestückte Hantel an das Netz gehängt und sie dann an dem Stoff hochgezogen – Es hat gehalten (Bild 8).

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1. Faden in Nadel einfädeln (Doppelt nehmen und am Ende einen Knoten machen) dann in einer Masche des Netzes durch den Stoff stechen und bei einer anderen Masche wieder durch den Stoff nach ausen.

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2. Dann durch die beiden Fäden, mit dene man näht, durch, dass eine Art Schlaufe entsteht. Dann wieder einstechen und durchziehen.

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3. Diesen Vorgang kann man dann je nach Bedarf mehrfach wiederholen. Dann zieht man die Fäden so zurecht, dass man sie zusammenknoten kann.

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4. Jetzt knotet man die Fäden zusammen. Bei Bedarf kann man den Knoten noch mit einem Tropfen Kleber vor dem Auflösen schützen.

Man kann das Netzt an den Stellen wie z.B. einer Kapuze, bei den Netzschal unter dem Netz ist auch mit Jute befestigen. Dazu benötigt man eine Häkel- oder Knüpfnadel.

1.  Zuerst fädelt man die Nadel durch eine Masche vom Netz und dann durch mehrere Maschen des Netzschals. Dann greift man auf der anderen Seite mit dem Haken der Nadel einige Jutefäden (3-10).

2. Nun zieht man die Fäden durch, dass sie ungefähr in der Mitte durch die Maschen gehen. Wenn man die Jute aber anknüpfen möchte, dann muss man die Jute nur so durchziehen, dass auf der einen Seite eine Schlaufe ist.

3. Jetzt nimmt man die beiden Seiten und verknotet sie miteinander. Wenn man sie anknüpfen möchte, steckt man die beiden Enden dann durch die Schlaufe, die man für das Knüpfen gemacht hat.

9 Gedanken zu „Nähen

  1. Bis jetzt ist mir noch keine Felher mein nähen passtert 😀 😀
    Aber da ich nicht wirklich nähen kann sehendie Nähte, naja, nicht so toll und gleichmäßig aus.
    Aber der Ghillie soll ja keinen SChönheitspreis gewinnen, sondern seinen Zweck erfüllen:
    Invisible-in-nature-suit

  2. Kleiner Tipp am Rande, Beim Nähen egal ob mit Maschine oder von Hand schaun,
    dass man nur das vernäht was auch vernäht werden sol, nicht dass irgendwas drunterrutscht.
    dass die beiden Stücke aufeinander liegen bleiben wie gewünscht und nicht verrutschen (gibt hässliche Falten u.Ä.)

    Und dass man sich nicht seinen Ghilli an der Hose festnäht -.-

  3. Das steht meißt direkt unter der Stelle, die einem verrat, ob es Zahnseide ist oder nicht 😉
    Bzw. steht meißt auf der Verpackung. Eig fast so wie der Fettgehalt bei der Milch.

  4. oO Entschuldiung, da hab ich mcih wohl verlesen.
    Eine Frage die sich sicherlich viele hier stellen:
    Woher weiss ich ob die Zahnseide ungewachst ist oder nicht?

    Danke

  5. Wenn du genau hingeschaut und den Text gelesen hättest, würdest du wissen, dass ich die Jute an einigen Stellen durch das Netz und den Netzschal gemacht habe um das Netz zu befestigen. Sieht man auf den Bildern eigentlich recht gut. Und obendrüber steht es auch 😉

  6. Naja ich schätze mal damit es besser hält und das schwarze netz zu grobmaschig ist um eine gute enge fläche zu erhalten

    (Achtung nur geraten (!!!))

  7. Warum häkelst du denn die Jute in den Netzschal und knotest sie nicht eifnach an das Netz?
    Dafür hast du doch das Netz, uns ist doch auch viel einfacher! 😀 😀 😀

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