Ghillie Anzug (IV) von Ripperkon

Daten
Besteht aus:
Jacke+Kapuze und Beinlingen
Gewicht: 3,9kg
Farben für Jute: Dunkelbraun, Oliv und ein bisschen Maigrün
Menge an Jute: ca. 1,5kg
Form der Jute: Hauptsächlich Bündel von 3-10 Fäden. Auch einige Streifen.
Verwendetes Netz: schwarzes Katzennetz (Maschenweite: 3cm)
Tarnmuster der Kleidung: Flecktarn
Tarnmuster des Netzschals:
Fleckdesert/Desertfleck/Wüstentarn
Besonderheiten: Luftig, große Hüfttaschen, Kapuze, abnehmbare Vorderseite, …

Bin mit dem Ghillie sehr zufrieden. Werde ihn evtl. von Zeit zu Zeit etwas verbessern, wenn ich etwas zu verbessern finde. Hatte den Ghillie nach einer Woche „fertig“. Ich habe auf den Bildern nur einen roten overall getragen, dass man den Ghillie klar von dem, was eigentlich darunter getragen wird, unterscheiden kann.



Jacke + Kapuze
Die Ghillie Jacke hat eine Kapuze und die Vorderseite ist abnehmbar. Die Rückseite ist komplett aus Netz.

Das ist die Jacke von hinten. Ich habe ein nict besonders ausgeprägtes Muster gemacht.

Das ist die abnehmbare Vorderseite der Ghillie Jacke. Sie ist aus Zeltbahn und ist wie eine Tasche.

Am oberen Rand hat sie eine Art „Kanal“ durch den ich einen Packriemen machen kann. Wenn der Ghillie dann in der Vorderseite ist, kann ich das obere Stück zusammenrollen und dann sie Steckschließe des Packriemens verschließen. Somit ist diese Tasche dann verschlossen.

Am oberen Rand des abnehmbaren Vorderteils sind Steckschließen angebracht, mit dene ich die Vorderseite später an sie Schulter der Jacke machen kann.

An den Schultern befinden sich Steckschließen mit deren Hilfe ich die abnehmbare Vorderseite an den Schultern befestigen kann.

Dann sind auf beiden Seiten noch Reissverschlüsse mit Druckknopfleisten. Natürlich kann ich die Vorderseite an der einen Seite drann lassen, um den Ghillie auszuziehen. Muss also nur einen Reissverschluss und eine Steckschließe öffnen um aus dem Ghillie raus zu kommen.

An den Ellebögen sind Vertärkungen aus BW Zeltbahn angebracht. Die dienen natürlich auch zum Schutz vor Nässe.

Die Kapuze ist komplett aus Netzschal. Das Tarnmuster des Netzschals ist Fleckdesert. Im Nackenbereich ist ein Stück Stoff eingenäht, welches verhindern soll, dass Dreck in den Nacken fällt.

Die Kapuze ist mit zwei Kordelzügen ausgestattet. Der eine geht um den Kopf und der andere geht unter das Kinn. Dadurch ist die Kapuze fest in Position und verrutscht nicht.

Die Kapuze ist nur an den Schultern mit der Jacke verbunden. In der Mitte befindet sich ein Druckknopf.

Das ermöglicht mir, dass ich die Kapuze nach vorne über den Kopf ziehen kann. Dadurch kann ich dann im Einsatz auch die Pauze vor mich legen um z.B. natürliches Tarnmaterial anzubringen oder abzunehmen ohne die Jacke ausziehen zu müssen.

Innen sind zwei Riemen an die Schultern der Jacken angenäht. Diese werden mit Hilfe einer Steckschließe an den Ghillie-Gürtel gemacht. Die Riemen habe im oberen Bereich ein Stück elastisches Band, dass die ganze Sache etwas flexiebler ist. Diese Riemen sollen verhindern, dass die Jacke nach hinten rutscht.

Die Jacke ist ab der Hüfte extra breit. Das dient dazu, dass die Beine auch beim kriechen bedeckt sind. Wenn ich die Jacke dort nicht so breit hätte, könnte es vorkommen, dass beim Kriechen die Vorderseite der Beinlinge rausschauen. Das kann aber natürlich auch bei einer Hose passieren. Habe dieses „Problem“ bei dem vorherigen Ghillie auf die gleiche Art gelöst.

An jedem Ärmelende ist ein Stück Netzschal mit Katzennetz und Jute. An diesem Stück ist elastisches Band um es an der Hand zu befestigen. Es dient zur Handtarnung. Ebenso sind an den Ärmelenden Schlaufen für die Daumen, dass die Ärmel nicht nach hinten rutschen.

Die Brusttaschen der Feldbluse habe ich entfernt und an die Schultern genäht. Ich kann sie leicht und ohne Probleme erreichen.

Auf hüfthöhe habe ich zwei Taschen aus Netzschal angebracht. Sie sind extra groß und mit einem Reissverschluss verschließbar. Die Taschen sind aus Netzschal, dass sie die Luftigkeit des Ghillie Anzuges nicht negativ beeinflussen.

Gürtel
Der Gürtel ist extra auf den Ghillie angepasst. Er ist hinten durch einen Riemen verstellbar. An ihm ist ein Hosenträger befestigt.

An diesem Gürtel befinden sich auch die Steckschließen, an dene die Riemen befestigt werden, die ein Hinterrutschen des Ghillies verhindern.

Beinlinge
Die beinlinge haben etwas Ähnlichkeit mit Gamaschen. Sie sind aber extra lang und werde am oberen Ende an einem Gürtel befestigt. Sie sind an den Beininnenseiten mit jeweils einem Reisscerschluss mit Druckknopfleiste ausgestattet. Die Vorderseiten bestehen aus Zeltbahn.

Die Rückseite ist im oberen Bereich, wo später das Hosenbein einer Shorts ist, nur aus Netzschal. Im unteren Bereich ist es aus Netzschal und darunter ist stabiles Fliegengitter. Aber dort ist noch etwas Stoff mit Löcher, da in diesem Bereich später nur ein „nacktes“ Bein sein wird. Wenn die komplette Rückseite nur aus Netz wäre, würde man später evtl. die Haut sehen können. An der Rückseite befindet sich oberhalb des Knies ein Gummizug. Ein Weiterer Gummizug befindet sich am unteren Ende der Beinlinge.

Die Jute ist nur im unterseten Teil der Beinlinge angebracht, da die Jacke so lang ist, dass sie einen großen Teil der Beinlinge bedeckt. An der Vorderseite ist ebenso etwas Katzennetz mit Jute.

Im Kniebereich der Beinlinge ist eine Art kleine Tasche, in die Schaumstoff oder andere zusätzliche Polsterung gesteckt werden kann. Ich verwende 1cm dicken Schaumstoff.

Natürlich kann ich die Beinlinge vom Gürtel abnehmen. Um sie an den extra Gürtel zu befestigen, stecke ich das obere Teil durch den Spalt zwischen dem Gürtel und einem Riemen. So kann die Länge der Beinlinge verändert werden.

Das umgeklapte Stück wird dann mit einem Klettverschluss festgehalten. Um ein seitliches Verrutschem am Gürtel zu verhindern, kann ich zusätzlich noch die Clips vom Hosenträger an der Knickstelle befestigen.

Jetzt hängt das Teil offen am Bein. Nun muss ich es nurnoch um das Bein schlagen und den Reissverschluss und die Druckknöpfe schließen. Das geht schneller als ich meine Stiefel an- und wieder ausziehen kann. Das ist auch ein Grund warum ich die Beinlinge gewählt habe. Ich kann die Stiefel einfach an lassen.

So sind die Beinlinge an sich schon fertig angebracht. Um den hinteren Teil der Beinlinge oben zu halten, dass die Beinlinge nicht rutschen, habe ich eine Schnüre mit Haken angebracht, die ich in eine Schlaufe am hinteren Ende der Hosenträger einhaken kann.

Bei dem Gummizug, der sich am Ende der Beinlinge befindet ist auch noch eine Kordel angebracht, die das untere Ende enger macht. Ich werde dort warscheinlich einen Kordelzug einbauen, da es bis jetzt nicht fest genug ist und die Beinlinge nach oben rutschen können.

Wenn die Beinlinge fertig befestigt sind, dann sieht man noch einiges der Hose, welche ich darunter trage. Ich kann kurze sowie lange Hosen darunter tragen. Um ein schnelles Anziehen zu erleichtern lasse ich die Beinlinge eigentlich immer am Gürtel. Wenn ich sie also anziehe muss ich nur den Gürtel inkusive Beinlingen überwerfen, die Steckschließe vom Gürtel schließen und dann die beiden Reissverschlüsse und die Druckknöpfe schließen. Natürlich kann ich die Beinlinge auch an jeden anderen Gürtel machen.

Sonstiges
Da, wo der Ghillie luftig sein soll (Rücken, Beine) da ist hochwertiges Fliegengitter und Netzschal. Der Netzschal ist in Fleckdesert, Desertfleck, Flecktarn Desert, oder wie auch immer man es nennt.

Ich habe zwei „besondere“ Dinge angebracht um schnell natürliches Tarnmaterial an den Ghillie machen zu können. Das erste sind „Kreuze“ aus elastischer Kordel (1,5mm dick). Diese bestehen aus zwei zusammengeknoteten Stücken dieser Kordel. Ich habe zwei Größen am Ghillie. Die eine ist 30cm und die andere 20. Mit diesen „Kreuzen“ kann ich nahezu alles an natürlichem Tarnmaterial anbringen. Ich kann Moos darunter legen, Gras, Äste, …. Sogar Laub kann ich damit befestigen. Ich habe es nämlich speziell für Laub angebracht. Weitere Infos dazu werde ich im Laufe der Zeit auf der Homepage veröffentlichen

Das zweite sind elastische Bänder, die ich durch das Netz „gewoben“ habe und jeweils ca. 5-10 cm Abstand angeknotet habe. Damit kann ich auch einiges an natürlichem Tarnmaterial befestigen.

Bilder vom Ghillie Anzug in „Aktion“

Einen Videoreview zu dem Ghillie Anzug kannst du da finden: Review to my latest Ghillie Suit (Part 1/3)

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Reviewed by Ripperkon.

34 Gedanken zu „Ghillie Anzug (IV) von Ripperkon

  1. hmm du schreibst was von Ghillie V, VI, VII, und noch ein neuer gibts dazu dann auch Rewievs? 😉

    Ich werde mir bissel was von den Beinlingen abschaun denke ich mal 🙂 habe Gefallen an „Luftigkeit“ gefunden nachdem ich gestern mit dem Grundgerüst meines 2. Ghillies 10km joggen war (Jacke only)

  2. @woodhunter : wenn die Jute dann auf der Kappe oder dem Hut liegen an statt dir im Gesicht zu hängen, ja. Wenn nicht, dann nicht. Notfalls muss du die Jute einfach wegschneiden 😉

    @Kolt : Danke. Den Gürtel habe ich auch selber gebaut.

  3. Ich hb da mal ne Frage bei meinem Ghilli hänken mir die Fäden immer ins gesicht und das Stört beim Zielen hilft es da eine Kappe oder einen Boonie aufzusetzen???

  4. Habe unter dme Netzschal noch ein dickes Mückennetz und dann noch dieses „X“ aus Stoff. Dann ist ja noch das Katzennetz drüber. Dadurch ist es recht stabil.
    Ja, ist sinnvoll. Dadurch sind die Arme in jeder Lage komplett bedeckt. Ich selber bevorzuge es aber, die eine Seite frei zu lassen und statt Jute Zeltbahn anzubringen.

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